Nach Auftrag an Stadtverwaltung für Jugendkongress
Paderborn. Die Jugendorganisation der SPD zeigt sich enttäuscht über die bisherige Entwicklung zum Thema Jugendparlament. Der Rat hatte in der vergangenen Woche beschlossen, dass die Stadtverwaltung auf Grundlage des Koalititonsvertrages von CDU und FDP einen Vorschlag für die Etablierung eines Stadtjugendkongresses erarbeitet.
Nachdem „selbst die CDU und deren Junge Union die Notwendigkeit erkannt“ hätten, die Jugend am politischen Prozess teilhaben zu lassen, drohe nun ein Abdriften in parteipolitsches Gezanke, so André Kirwald, Vorsitzender der Jusos im Kreis.
Notwendig sei es, die Diskussion über die konkrete Ausgestaltung eines Jugendkongresses öffentlich mit allen Beteiligten zu führen: Jugendamt, Stadtverwaltung, Schulen, Stadtrat, Jugendorganisationen, Schülervertretungen und Vereine.
Kirwald: „Es nützt niemandem, wenn ein Jugendkongress zu einem Feigenblatt schlechter Jugendpolitik wird. Stattdessen sollten endlich auch die Jugendlichen einmal direkt zu Wort kommen. Wenn hier wirklich etwas für die Jugend getan werden soll, muss diese auch zum Beispiel in ergebnisoffenen, parteipolitisch neutralen Workshops gefragt werden.“
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Paderborner Kreiszeitung, Dienstag 26. Januar 2010