Höxteraner Jusos besuchen Kernkraftwerk

Jusos


Kreis Höxter/Beverungen. Ein auf der Kreiskonferenz der Jungsozialistinnen und Jungsozialisten im Kreis Höxter festgelegter Arbeitsschwerpunkt beschäftigt sich mit dem Thema Energiepolitik. Deshalb hat der Juso-Arbeitskreis Atompolitik in Kooperation mit dem Juso-Kreisverband Paderborn zu einem Kernkraftwerksbesuch in Beverungen-Würgassen geladen, bei dem auch SPD-Landtagsabgeordnete Jürgen Unruhe teilgenommen hat.

Das Kernkraftwerk Würgassen (KKW) wird seit der Abschaltung am 26. August 1994 zur „grünen Wiese“ zurückgebaut. Bei insgesamt zwei interessanten Führungsterminen konnten nicht nur die Arbeiten im Werk beobachtet, sondern auch politische Argumente gegen eine Verlängerung der Reaktorlaufzeiten anderer Kernkraftwerke mit der Betreibergesellschaft E.ON erläutert werden.

Die junge Generation der SPD machte klar, dass die gesundheitlichen Risiken für den Menschen durch das Betreiben von derartigen Anlagen nicht ausreichend in die politischen Entscheidungen einfließen. Außerdem sei die Endlagerung hoch radioaktivem Materials in der heutigen Zeit in wirtschaftlichen Berechnungen als Belastung viel zu gering berücksichtigt. Die langfristigen Folgen für die Bevölkerung und für die Umwelt sind nicht kalkulierbar. Das Desaster von Asse und die letzten Störfälle in diversen Kernkraftwerken sind Mahnmale genug. Der stellvertretende Juso-Kreisvorsitzende Sebastian Siebrecht betonte: „Wir müssen uns stets im Klaren darüber sein, dass wir auch Verantwortung für die nächsten Generationen zu tragen haben.“

Die Jusos fordern ein schnelles Handeln der Politik und ein Umdenken der Energieerzeuger. Nur regenerierbare Energie könne eine langfristige Lösung sein, denn auch Uran werde nach allen Berechnungen spätestens Ende des nächsten Jahrhunderts versiegen – jedoch würden die stark strahlenden Rückstände zigtausende Jahre Zeuge des Kapitalismus sein.

„Wir brauchen keine Atomkraftwerke, die uns noch über zehntausend Jahre belasten. Wir wollen verstärkte Initiativen für erneuerbare Energien, weil die nicht nur umweltfreundlich sind, sondern auch Arbeitsplätze im Kreis Höxter schaffen werden“, sagte Sebastian Siebrecht abschließend.

Der Landtagsabgeordnete Jürgen Unruhe forderte seinen Kollegen von der CDU auf, endlich Klarheit in seine Aussagen zu bringen. In einer Versammlung vor der Jungen Union hatte Hubertus Fehring (wir haben darüber berichtet) den Erhalt der Atomkraft und den Bau neuer AKWs angesprochen. „Wenn Herr Fehring in Würgassen ein neues Atomkraftwerk bauen lassen will, dann ist er einer der vielen Traumtänzer in den Reihen der CDU. Kein Energieversorger in Deutschland will ein neues Atomkraftwerk bauen, weil es viel zu teuer ist. Es gibt aber ein großes Interesse am Bau eines Gaskraftwerkes in Beverungen. Dieses Vorhaben werde ich unterstützen und fordere die CDU auf, mit mir gemeinsam für dieses Werk zu kämpfen. Das wäre gut für den Kreis Höxter“, erklärt Jürgen Unruhe.

 
 

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News der JusosNRW

Auf der Landeskonferenz in Bielefeld haben sich die NRW Jusos neu aufgestellt.

Der neue Vorstand der NRW Jusos besteht aus folgenden Personen:

Ich bedanke mich für das große Vertrauen der Delegierten und freue mich, gemeinsam mit dem gesamten Verband die kommenden Aufgaben angehen zu dürfen.

Wir müssen endlich allen Jugendlichen in unserem Land die gleichen Chancen auf Bildung, sozialen Aufstieg und kulturelle Teilhabe ermöglichen. Wir brauchen einen besseren Schutz und mehr Rechte für Auszubildende und PraktikantInnen. Hierbei setzen wir auch auf den intensiven Dialog mit Gewerkschaften, NGOs und anderen Jugendorganisationen.

Angela Merkel ist vor der Macht der Energieriesen eingeknickt und bietet den Atomkonzernen im Gegenzug zur Brennelementesteuer längere Laufzeiten. Das beweist, dass die Stromkonzerne die Politik bestimmen, und nicht umgekehrt. Das ist Lobbyismus im schlechtesten Sinne. Denn: Keiner braucht mehr die Kernenergie. Schon gar nicht zur Versorgungssicherheit, denn Deutschland exportiert Strom, produziert also mehr Energie, als im Land gebraucht wird.

09.08.2010 00:00
Gedenken an Nagasaki.
Am Vormittag des 9. August 1945 fiel eine Atombombe auf Nagasaki, nur 3 Tage nach dem ersten Abwurf auf die Stadt Hiroshima.
Die beiden Atombomben töteten unmittelbar 92.000 Menschen. Weitere 130.000 Menschen starben in den darauf folgenden Wochen und Monaten, zahlreiche weitere an Folgeschäden in den Jahren danach.

 

Stark gegen Rechts

 

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